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Handhabung und Zubereitung von Tee

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Immer wieder kann man nachlesen, dass Tee der kurz zieht eine anregende Wirkung hat, wenn er dagegen lange zieht eine beruhigende.

Das ist absolut in die Irre führend und falsch!

Die anregende Wirkung in Schwarztee oder grünem Tee ist eine Folge des Alkaloids Koffein - Koffein ist im Teeblatt an die Gerbstoffe gebunden und hat eine anregende Wirkung auf das Zentralenervensystem und die Gehirnfunktionen.

Das wasserlösliche Koffein wird in den ersten 2 Minuten fast komplett gelöst - jedoch ohne die Gerbstoffe.
Sie erkennen also - bei kurzem ziehen des Tees haben wir einen Teeaufguss mit einem hohen Gehalt an Koffein, das nicht mehr an die Gerbstoffe gebunden ist. Somit wird das Koffein beim Trinken schnell aufgenommen.

Das Aroma des Tees ist milder aber das Koffein ist fast vollständig enthalten!

Lassen wir den Tee zwischen 2 und 4 Minuten ziehen lösen sich die Gerbstoffe heraus.

Die Gerbstoffe können die Aufnahme (Resorption) des Koffeins im Magen bzw. Darm verzögern und teilweise verhindern. Diese verzögerte Wirkung beim Teetrinken wird durch die kumulative Wirkung des Koffeins auf bis zu 12 Stunden ausgeweitet. Empfindliche Menschen können nach einem guten Tee am Nachmittag enorme Probleme beim Einschlafen haben.

Das Aroma des Tees ist so wesentlich kräftiger, aber das Koffein wirkt hier schwächer bzw. verzögert.

Sie erkennen also:

Eine längere Ziehzeit kann niemals eine beruhigende Wirkung haben, sondern müsste korrekterweise als "schwach anregend" bezeichnet werden.

Sie können die Menge an Koffein nur reduzieren indem Sie die Teeblätter vorab mit heißem Wasser übergießen, 30 Sekunden ziehen lassen und dann wie gewohnt zubereiten oder auf koffeinfreien Tee übergehen.

Fazit:

Der länger ziehende Tee ist bekömmlicher - ABER - milder im Aroma ist der Tee mit der kürzeren Ziehzeit!

Aktualisiert (Donnerstag, den 04. August 2011 um 17:35 Uhr)